Spieltag 13./14.02.2016

HSG Bad Ems geht trotz 30 erzielter Treffer leer aus

Rheinlandliga Beim 30:35 in Bendorf hagelt es allein im zweiten Durchgang satte 21 Gegentore

Von unserem Reporter Andreas Hundhammer

Bendorf. Nach zwei Siegen zum Jahresauftakt gab es für die Handballer der HSG Bad Ems/Bannberscheid in der Rheinlandliga wieder eine Niederlage. Bei der Turnerschaft Bendorf setzte es für die Mannschaft von Trainer Hansi Schmidt ein 30:35 (14:14). In Anbetracht der Flut an Gegentoren zeigte sich Schmidt insbesondere mit der taktischen Disziplin seines Teams in der Defensive nicht einverstanden. „Allein 21 Gegentore in der zweiten Halbzeit sind einfach zu viel“, monierte der Trainer. Bislang kassierten die Kombinierten in dieser Saison nur beim 31:36 in Weibern mehr Gegentreffer. Immerhin: Mit dem TuS Daun (22:36 in Bitburg), dem TV Bassenheim (24:26 in Irmenach) und dem TV Welling (26:27 gegen Urmitz) gingen auch die unmittelbaren Konkurrenten diesmal leer aus.

Dabei sah es lange Zeit gar nicht so schlecht aus für die Bad Emser und Bannberscheider, die gut in die Partie reinfanden, zwischen den Minuten 15 und 25 ihre beste Phase hatten und bis zum 28:29 in der Schlussphase nur mit einem Tor zurücklagen. Mit Unterstützung des gut aufgelegten Schlussmanns Thorsten Schaust gestalteten die Gäste das Spiel lange Zeit offen und kamen daher durchaus für Zählbares infrage.

Am Ende waren es Kleinigkeiten, die den Ausschlag gaben. Zum einen war es Christian Kühn, der mit seiner individuellen Klasse das Spiel mit entschied. Er und seine Bendorfer Kollegen zogen der HSG bei ihren Angriffsbemühungen zudem mit „teilweise übertriebener Härte“, so Schmidt, den Zahn. Hinzu kam eine Manndeckung gegen Torjäger Felix Manns, unter der das Angriffsspiel der Gäste erheblich litt. Dass seine Mannschaft dagegen kaum eine Lösung fand, nahm Schmidt indes auf seine eigene Kappe. „Das hatten wir zwar besprochen, aber nicht intensiv trainiert“, so der HSG-Coach, dessen Team dennoch immerhin auf 30 Tore kam.

Dass die schließlich nicht zum dritten Sieg nach Gang oder zumindest zu einem Punkt reichten, machte Schmidt hinterher auch an fehlenden Alternativen fest. Musste er ohnehin bereits auf Christian Klapthor, Alexander Ulges, Adrian Szary und Martin Baldus verzichten, so kamen auch Mathias Baldus und Paul Junker im zweiten Abschnitt wegen Blessuren nur noch sporadisch zum Einsatz. Vielleicht ließen die „verbliebenen“ HSG-Akteure auch deshalb sowohl im Angriff als auch in der Abwehr die letzte Konsequenz vermissen. „Das Ergebnis ist sicherlich zu hoch ausgefallen“, spielte Schmidt auf die letzten drei Gegentreffer an, die sein Team in den letzten zwei Minuten kassierte, und die das Ergebnis am Ende erst deutlich werden ließen. Und dennoch: „Man muss ganz klar sagen, dass wir das Spiel aufgrund der zweiten Halbzeit verdient verloren haben“, fasste Schmidt zusammen.

HSG Bad Ems/Bannberscheid: T. Schaust, Sorger – Max Baldus (8/4), F. Schaust (1), Hering (4), Schmitz (3), Junker (5), J. Berges, Cziesla (2), Heinz, Manns (4), Mathias Baldus (3), Boinski, Wolf.

Schiedsrichter: Ingo Nitsche (TV Mülheim) und Erik Kruber (GW Mendig).
Zeitstrafen: 3:5. - Siebenmeter: 8/5:5/4.
Spielfilm: 3:4, 7:6, 11:8, 11:12, 14:14 – 15:16, 20:19, 21:23, 25:26, 28:26, 29:28, 31:28, 32:30, 35:30.
Zuschauer: 100.
Nächste Aufgabe für die HSG: am Samstag, 19.30 Uhr, in Bad Ems gegen den TV Bitburg.

Rh.-Lahn-Ztg. Bad Ems vom Montag, 15. Februar 2016

HSG-Reserve macht sich das Leben mit 20 Fehlwürfen schwer

Handball-Verbandsliga Ost Rumpfteam aus Bad Ems und Bannberscheid unterliegt bei GW Mendig – Torwart Matthias Berges auf dem Feld

Mendig. Nach dem beachtlichen Remis im ersten Vergleich der Saison stand die zweite Welle der HSG Bad Ems/Bannberscheid in der Handball-Verbandsliga Ost im Rückspiel bei Grün-Weiß Mendig auf verlorenem Posten und musste dem Spitzenteam aus der Eifel mit 25:37 (11:18) diesmal die Punkte überlassen. Kein Wunder: HSG-Trainer Matthias Lorenz war bereits im Vorfeld der Partie wegen zahlreicher personeller Ausfälle zum Tüfteln gezwungen und konnte letztlich die ohnehin schwierige Aufgabe nur mit einem – wie sich Klaus Ohnhäuser vom TV Bad Ems ausdrückte – zusammengewürfelten Team angehen. Unter anderem musste der etatmäßige Torwart Matthias Berges als Feldspieler aufgeboten werden, zudem streifte sich mit Daniel Hundhammer der Trainer des HSG-Bezirksligateams das Trikot über und half in der Not.

„Dennoch haben wir uns die Niederlage selbst zuzuschreiben“, so Lorenz, dessen Schützlinge gut in die Partie kamen, ehe Mendig sich nach rund 20 Minuten absetzen konnte. „Rund 20 Fehlwürfe und nahezu eben so viele technische Fehler sind einfach entschieden zu viel“, monierte der Trainer viele Unzulänglichkeiten. Ohnhäuser befand indessen, dass das Ergebnis dennoch zu deutlich ausgefallen sei, denn an Kampfgeist habe es der mit einigen angeschlagenen Akteuren aufgelaufenen HSG nicht gemangelt. stn

HSG Bad Ems/Bannberscheid II: Weidenfeller - Hundhammer (2), M. Berges, S. Berges (6), Schaarschmidt (4), Offermann (4/1), Vogel (1), Wallroth (3/1), Enke (5/1), Seltenreich, Schneider.

Schiedsrichter: Dieter Rölser/Peter Langelage (Sinzig).
Siebenmeter: 4/4:6/3. - Zeitstrafen: 3:2.
Spielfilm: 4:4, 6:6, 9:9, 12:9, 15:10, 18:11 - 21:13, 24:15, 30:20, 32:24, 37:25.

Rh.-Lahn-Ztg. Bad Ems vom Dienstag, 16. Februar 2016

Zurück