Spieltag 21./22.10.2017

Waldgenbachs Weckruf bringt HSG auf Kurs

Rheinlandliga Bad Ems/Bannberscheid bleibt zu Hause ungeschlagen – Sieg gegen Bendorf nach leichten Anlaufschwierigkeiten

Von unserem Mitarbeiter Christian Klapthor

Bad Ems. Die Rheinlandliga-Handballer der HSG Bad Ems/Bannberscheid haben am Samstagabend durch ein 29:25 (15:13) im Derby gegen die Turnerschaft Bendorf den vierten Saisonsieg gefeiert und bleiben damit in den heimischen Hallen weiterhin ungeschlagen.

Die Ausgangslage war klar: Nach der Niederlage vom vergangenen Wochenende im Spitzenspiel gegen Urmitz und der Verletzung des kroatischen Schlüsselspielers Ivan Trebotic ging es darum, gegen Bendorf in die Erfolgsspur zurückzufinden. Die Kombinierten aus der Kurstadt und dem Westerwald-Dorf fanden jedoch nur sehr schwer in die Partie.

„Die Einstellung zu Beginn der Partie hat mir gar nicht gefallen. Die Bendorfer kamen am Anfang immer über die Mitte zum Torerfolg“, kritisierte HSG-Trainer Veit Waldgenbach die Leistung in den ersten Minuten der Partie. So nahm er schon nach knapp acht Minuten beim Stand von 2:5 die erste Auszeit, um seine Spieler neu einzustellen. Gerade René Engler hatten die Gastgeber in der Sporthalle Silberau am Anfang gar nicht im Griff. Nach Waldgenbachs Ansprache kam die HSG langsam besser ins Spiel. Eine Zeitstrafe gegen Engler wurde dann auch gleich zum ersten Ausgleich durch Felix Manns genutzt (9:9).

Die von Veit Waldgenbach nun offensiver eingestellte Abwehr bekam immer besseren Zugriff auf den Bendorfer Rückraum, und der eingewechselte Torhüter Marcel Schenk konnte sich durch einige Paraden auszeichnen. So gelang es der HSG, sich bis zur Halbzeit einen Zwei-Tore-Vorsprung (15:13) herauszuarbeiten. Eine höhere Führung verhinderten technische Fehler und Konzentrationsschwächen im Spiel der Gastgeber.

In der Halbzeit fand HSG-Coach Waldgenbach wohl erneut die richtigen Worte. Bad Ems/Bannberscheid zog das Tempo noch einmal an und erzwang durch einen 4:0-Lauf die Bendorfer Auszeit schon nach vier Minuten beim Stand von 19:13. Genau diese Phase bezeichnete Gäste-Trainer Richard Keip nach der Partie auch als spielentscheidend: „Da haben wir das Spiel abgegeben.“ Die HSG ließ sich von der Auszeit nicht aus dem Rhythmus bringen und hielt den Sechs-Tore-Vorsprung konstant. Nach der Auszeit von Veit Waldgenbach beim Stand von 23:18 deckte die HSG im noch offensiveren 5:1-System, um weitere Ballverluste der Gäste zu erzwingen. Es kam jedoch immer mehr Hektik ins Spiel, und beiden Mannschaften unterliefen einige Fehler. Der Vorsprung pendelte immer bei vier bis fünf Toren. Als Martin Baldus zwei Minuten vor Schluss auf 28:24- stellte, war die Partie entschieden.

Keip attestierte seiner Mannschaft eine deutliche Leistungssteigerung zur Partie in Schweich vor einer Woche: „Mit der kämpferischen Leistung bin ich sehr zufrieden. Ich bin froh, dass wir die Leistung gebracht haben und bin sicher, dass wir mit dieser Leistung über 60 Minuten auch Punkte einfahren werden.“

HSG-Coach Veit Waldgenbach bescheinigte seinen – nach dem Ausfall von Kai Orth und Ivan Trebotic – verbliebenen vier Rückraumspielern, die immer wieder positionsfremd eingesetzt werden müssen, starke Leistungen.

HSG Bad Ems/Bannb. - TS Bendorf 29:25 (15:13)

Bad Ems/Bannberscheid: T. Schaust, Schenk - Maximilian Baldus (2/1), Martin Baldus (2), F. Schaust (2), J. Berges (1), Junker (3), Hering (2), Oster, Manns (7), Mathias Baldus (2), Boinski (1), Heß (7).

Bendorf: Brink, Jansen - Brinkmann (3), Kersten (2), Issa (1), Franken (5), Kirschhöfer (5/1), Hofmann, Hemmerle, Acar, Hopfner (3/2), Engler (5), Schmidt (1).

Schiedsrichter: Michael Hemmes (HSG Mertesdorf/Ruwertal) und Siegfried Niesen (TSG Biewer).
Siebenmeter: 1/1 : 4/3. Zeitstrafen: 2:2 – Zuschauer: 180.
Spielfilm: 0:1, 2:5, 3:7, 6:9, 11:9, 15:13 - 19:13, 19:15, 23:17, 27:21, 29:25.

Nächste Aufgabe für die HSG Bad Ems/Bannberscheid: am Samstag, 20 Uhr, bei der HSG Mertesdorf/Ruwertal.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (West) Bad Ems vom Montag, 23. Oktober 2017


Klute findet die richtigen Worte

Verbandsliga HSG Bad Ems/Bannberscheid II nach früher Auszeit top

Rhein-Lahn. Nur schleppend in die Gänge gekommen, dann aber aufgedreht und sich letztlich klar durchgesetzt: Auf diesen einfachen Nenner lässt sich der 37:23 (16:12)-Heimsieg der HSG Bad Ems/Bannberscheid II in der Verbandsliga Ost gegen Schlusslicht Turnerschaft Bendorf II bringen. Dabei musste HSG-Spielertrainer Andreas Klute seine bis dahin allzu sorglos und nicht konsequent genug zu Werke gehenden Schützlinge bereits nach etwa einer Viertelstunde in einer ersten Teambesprechung zur Ordnung rufen und daran erinnern, dass die Partie gegen den punktlosen Tabellenletzten wahrlich keine Pflichtaufgabe ist, bei der die Punkte im lockeren Spaziergang mitgenommen werden.

Wie dem auch sei: Klute fand bei der Auszeit offenbar die richtigen Worte und brachte sein Team verbal wieder auf Kurs. Fortan packten die Kombinierten in der Abwehr endlich energischer zu und erhöhten das Tempo nicht nur merklich, sondern hielten es auch hoch. „Die Bendorfer waren platt, wir haben nicht nachgelassen“, freute sich Klute über den gelungenen Auftritt, an dessen Ende nach zwei vorangegangenen Niederlagen der dritte Saisonsieg stand, „bei dem wir auch etwas für unser Torverhältnis getan haben“ (O-Ton Klute). stn

HSG Bad Ems/Bannberscheid II: Noll, Sorger - Wolf (6/1), S. Berges (7), Lehmler (3), Hemmerich (2/1), Dübbers (5), Schmitz (10/4), Klute (2), Driesch, Klapthor (2), Helbach.

Schiedsrichter: Michael Hemmes (HSG Mertesdorf/Ruwertal) und Siegfried Niesen (TSG Biewer).
Siebenmeter: 6/6:3/1 - Zeitstrafen: 2:2
Spielfilm: 3:1, 6:5, 9:8, 12:9, 16:12 - 21:14, 27:17, 32:19, 37:23.
Zuschauer: 70.

Nächste Aufgabe für die HSG II: am Samstag, 11. November, 19.30 Uhr, in Bad Ems gegen HV Vallendar II.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (West) Bad Ems vom Montag, 23. Oktober 2017


Weinbergs Verletzung trübt Freude der HSG Westerwald

Handball-Landesliga HSG Bad Ems/Bannberscheid III wahrt Heimnimbus

Westerburg/Bannberscheid. Zwei Heimsiege gab es für die heimischen Handball-Landesligisten.

HSG Bad Ems/Bannberscheid III - SF Puderbach 31:26 (13:13). Die Dritte wahrte ihren Heimnimbus mit dem Derbysieg gegen Puderbach. Nachdem die HSG in der Vorwoche in Ahrweiler ziemlich unter die Räder gekommen war, hatte sie in der Sporthalle Siershahn einiges gut zu machen.

Der Start in die Partie verlief ausgeglichen, über die Zwischenstände 1:1 (1.) und 2:2 (3.) entwickelte sich ein gutes Handballspiel, in dem sich die Gäste bis zur 10. Minute langsam auf 7:3 absetzten. Diesen Vier-Tore-Vorsprung verteidigten die Puderbacher bis zur 16. Minute (11:7), ehe die Kombinierten von Lahn und Westerwald Tor um Tor herankamen (8:11, 17.; 10:12, 21.) und schließlich durch Kai Wallroth zum 13:13-Halbzeitstand ausglichen.

Nach der Pause besorgte Christian Hehl vom Kreis die erste HSG-Führung seit der zweiten Minute, ehe sein stark aufspielender Bruder Michael Hehl zweimal per Siebenmeter erfolgreich war und die Gastgeber erstmals mit drei Toren in Front brachte (17:14, 39.). Dank einer starken, durch Tom Bader hervorragend organisierten Abwehr mit einem glänzend aufgelegten Matthias Berges im Tor, wurde dieser Vorsprung zunächst gehalten (20:17, 45.). In der Folge bot die Dritte den Zuschauern ihre beste Phase und zog über temporeich vorgetragene und sicher abgeschlossene Angriffe bis zum 26:20 (53.) vorentscheidend davon. In den letzten Minuten ließen die Gastgeber nichts mehr anbrennen und brachten den am Ende der fairen Partie verdienten Sieg abgeklärt mit 31:26 über die Ziellinie.

„Die Abwehr stand sehr sicher, im Angriff fanden wir über eine gut vorgetragene zweite Welle in Kombination mit meist richtigen Entscheidungen den freistehenden Mitspieler“, war HSG-Trainer Gerson Eckhardt sehr zufrieden.

HSG Bad Ems/Bannberscheid III: M. Berges - Steigerwald (4), Lehmler (5/1), M. Hehl (6/3), Wohkittel, Lohmann (4), Chr. Hehl (3), Scheid (2), Bader (2), Gramig (1), Wallroth (4/1).

Westerwälder Zeitung vom Mittwoch, 25. Oktober 2017 (Auszug)

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