Spieltag 13./14.01.2018

HSG löst die Pflichtaufgabe beim Tabellenletzten

Handball-Rheinlandliga Bad Ems/Bannberscheid gewinnt beim TV Bassenheim klar mit 32:21

Bassenheim. Einen geglückten Auftakt in die Rückrunde legten die Rheinlandliga-Handballer der HSG Bad Ems/Bannberscheid hin. Trotz diverser personeller Probleme setzte sich das Team von Veit Waldgenbach und Tim Schmitt beim Tabellenletzten TV Bassenheim deutlich mit 32:21 (15:12) durch und festigte seinen Platz in der Spitzengruppe der Tabelle, in der sich die HSV Rhein-Nette unterdessen im Derby beim abstiegsgefährdeten Nachbarn Welling eine überraschende 25:26-Pleite einhandelte. Die Wellinger sind übrigens am Samstag in der Bad Emser Silberauhalle zu Gast.

Die Kombinierten, die in der Karmelenberghalle mit Paul Junker, Frank Schaust und Felix Manns drei Stammkräfte zu ersetzen hatten, kamen gut rein in die vermeintliche Pflichtaufgabe. „Unsere Abwehr stand gut, vorne haben wir unsere Angriffe konsequent abgeschlossen“, blickte Waldgenbach auf die überaus gelungene Anfangsphase zurück, in der seine Schützlinge über 5:0 (8.) und 10:5 (16.) einen klaren Vorsprung herausgeworfen hatte. Doch schnell schlich sich der so ungeliebte Mitspieler namens Schlendrian ins HSG-Spiel ein. Plötzlich ließen die Gäste Gelegenheiten liegen und erwiesen sich in der Abwehr auch nicht mehr so sattelfest. Das lag nicht unwesentlich an der Roten Karte gegen Abwehr-Chef Max Baldus, bei dessen unglücklicher Aktion nach einhelliger Meinung im HSG-Tross auch eine Zwei-Minuten-Strafe ausgereicht hätte.

Das Schlusslicht, das im Hinspiel noch mit 21:36 den Kürzeren gezogen hatte, verkürzte gegen die zunächst noch um Abstimmung ringende 5:1-Deckung der HSG und lag zur Pause mit 12:15 in Reichweite. Waldgenbach nordete sein Team in der Kabine nochmals ein. Der Plan, sich auf eine kompakte Deckung zu stützen und schnell nach vorne zu kommen, ging auf. Die Gäste nahmen dem Abstiegskandidaten mit Tempogegenstößen schnell den Wind aus den Segeln und hatten beim Stand von 13:21 nach gerade einmal 37 gespielten Minuten fast schon für eine frühe Vorentscheidung gesorgt. Die Bassenheimer zeigten zwar ungebrochen Moral, waren aber nicht mehr in der Lage, an eine Überraschung heranzukommen.

Die mit lediglich neun Feldspielern angetretenen Gäste spulten hingegen ihr Spiel ruhig herunter und schraubten die Führung zwischenzeitlich in zweistellige Dimensionen. Selbst in der hektischen Schlussphase behielten Trebotic und Co. die Übersicht, am Ende stand dann der einkalkulierte erste Sieg im neuen Jahr und nach zwei verlorenen Partien in der Fremde wieder ein Erfolgserlebnis, auf dem sich in den kommenden Wochen aufbauen lässt. Ein Sonderlob des Trainers verdiente sich Kreisläufer Benjamin Oster, der an alter Wirkungsstätte vor Tatendrang nur so strotzte. Stefan Nink

TV Bassenheim - HSG Bad Ems/Bannberscheid 21:32 (12:15)

Bassenheim: Feilen, Sommer - Sauer (2), Müller (2), Stahl (1), Pieper (8/1), Neideck, Flöck, Mannheim (3), Krechel (1), Ihrlich (3/1), Wehrend (1).

Bad Ems/Bannberscheid: T. Schaust, Schenk – Max Baldus (1), Martin Baldus (5), J. Berges (3), Hering (3), Oster (5), Trebotic (4), Mathias Baldus (2), Boinski (2), Heß (7/1).

Schiedsrichter: Steven Bulmann/ Günter Fabius (SV Urmitz). - Zuschauer: 100.
Siebenmeter: 3/2:3/1. - Zeitstrafen: 4:3.
Disqualifikation: Max Baldus (HSG; 19.) wegen groben Foulspiels.
Spielfilm: 0:5, 3:9, 7:10, 10:12, 12:15 - 12:17, 13:21, 15:24, 16:28, 20:30, 21:32.

Nächste Aufgabe für die HSG Bad Ems/B.: am Samstag, 19.30 Uhr, in Bad Ems gegen TV Welling.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (West) Bad Ems vom Montag, 15. Januar 2018

Späten Siebenmeter verweigert: Reserve protestiert

Handball-Verbandsliga HSG Bad Ems/Bannb. II erhebt Einspruch gegen die 25:26-Niederlage

Arzheim. Eine 25:26 (13:11)-Niederlage handelte sich die HSG Bad Ems/Bannberscheid II in der Handball-Verbandsliga Ost beim TV Arzheim ein. Aktenkundig ist das Resultat damit jedoch noch nicht, denn die Gäste legten Protest gegen die Wertung des Spiels ein. Schiedsrichter Daniel Freese hatte fünf Sekunden vor Ultimo das regelwidrige Unterbinden eines schnellen Freiwurfs der HSG-Reserve durch Arzheims Jens Schmitt zwar mit der fälligen Zeitstrafe, nicht aber mit dem eigentlich fälligen Strafwurf geahndet. Da nutzten auch die „Hinweise“ der Bad Emser und Bannberscheider nichts. Nicht für HSG-Spielertrainer Andreas Klute war das ein klarer, spielentscheidender Regelverstoß des Unparteiischen, über den demnächst die Sportrichter werden befinden müssen. Der verhängte Freiwurf landete unterdessen im Block, die Chance auf den Ausgleich der Gäste am Steinerkopf war dahin. Und die vierte Saisonniederlage der Klute-Sieben fürs Erste perfekt.

Die Rheinlandliga-Reserve war in Koblenz nur schleppend in Gang gekommen, der TVA hingegen legte im Eiltempo los und führte schnell mit 5:2 (7.). Der zweiten HSG-Welle gelang es jedoch in der Folge konzentrierter in der Deckung zu agieren und zudem die bis dahin hohe Zahl der technischen Fehler merklich zu reduzieren. Das Team um den schon früh mit zwei Zeitstrafen belasteten Torjäger Michael Schnitz wachte aber auf und fand seinen Rhythmus. „Wir bekamen das Spiel in den Griff und haben es schnell gedreht“, so Klute, der in der Schlussphase des ersten Durchgangs höchstpersönlich mit einem verwandelten Strafwurf und einem Feldtor für den 13:11-Pausenvorsprung seiner Sieben sorgte.

Arzheim drückte weiter aufs Tempo, die HSG aber blieb im Angriff zunächst in der Spur. Das änderte sich in der Schlussphase, sodass der TV nach 60 Minuten knapp die Nase vorne hatte. Doch die Partie hat bekanntlich ein Nachspiel am Grünen Tisch...
Stefan Nink

HSG Bad Ems/Bannberscheid II: Noll, Sorger - Wolf (3), Lehmler (4), S. Berges (2), A. Berges (2), Dübbers (3), Schmitz (2/1), Klute (6/4), Driesch (3/1).

Schiedsrichter: Daniel Freese (Katzwinkel).
Siebenmeter: 3/2:8/6. - Zeitstrafen: 6:6. - Zuschauer: 50.
Spielfilm: 5:2, 7:8, 9:11, 11:13 - 12:15, 18:18, 22:21, 25:25, 26:25.

Nächste Aufgabe für die HSG II: am Samstag, 17.30 Uhr, in Bad Ems gegen HSG Wittlich.

RZ Rhein-Lahn-Kreis (West) Bad Ems vom Montag, 15. Januar 2018

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